E10 Verträglichkeit Update
4. Juli 2011 von ozaus
Fragen und Antworten zu E10
Nach der missglückten Einführung des Biosprits E10 soll nun alles besser werden. Bis Ende des Jahres wird der Treibstoff in ganz Deutschland erhältlich sein – als preisgünstigste Benzinsorte. Die wichtigsten Fragen und Antworten:
Wird die Treibstoffsorte E10 mittlerweile von den Autofahrern besser akzeptiert?
Darauf gibt es keine Hinweise. Nach Informationen aus der Mineralölwirtschaft entfallen bei Tankstellen mit E10 lediglich rund 30 Prozent des Benzinabsatzes auf diese Sorte. “Das Misstrauen ist immer noch sehr groß”, heißt es beim ADAC.
Warum wird E10 nicht einfach wieder aus dem Markt genommen, wenn er nicht erfolgreich ist?
Den Mineralölkonzernen ist vorgeschrieben, ihren Produkten einen bestimmten Anteil Kraftstoffe aus nachwachsenden Rohstoffen beizumischen. E10 besteht zu zehn Prozent aus Ethanol, das aus Pflanzen gewonnen wird. Zuvor waren es nur fünf Prozent. Erreichen die Konzerne nicht die vorgeschriebenen Mengen, werden hohe Strafzahlungen fällig. Deshalb müssen sie das Öko-Benzin verkaufen.
Wann wird es E10 flächendeckend auch im Westen und Norden Deutschlands geben?
Die Mineralölkonzerne haben nach dem Fehlstart von E10 zunächst in Süd- und Ostdeutschland die Benzinsorte E5 mit 95 Oktan wieder eingeführt, das alte Superbenzin. Marktführer Aral will Ende August damit beginnen, die Tankstellen im Norden und Westen mit E10 zu beliefern. Die übrigen Tankstellenketten werden vermutlich ähnlich vorgehen. Bis Ende des Jahres sollte E10 dann überall verfügbar sein.
Wie wird das Angebot an den Tankstellen dann aussehen?
Voraussichtlich gibt es dann an allen Tankstellen in Deutschland E10 und das Superbenzin E5 mit 95 Oktan. Dazu kommt entweder Benzin mit 98 Oktan (Super plus) oder noch höherwertiger Treibstoff mit 100 oder mehr Oktan (u.a. “Ultimate”, “V-Power”). Aber nicht beides.
Wie werden die Preise aussehen?
Nach den Plänen von Aral wird E10 das preisgünstigste Benzin sein. Superbenzin mit fünf Prozent Ethanol und 95 Oktan dürfte drei Cent je Liter teurer angeboten werden. Danach kommt Super plus mit 98 Oktan und sieben Cent je Liter Preisabstand zu E10. Am oberen Ende der Produkte steht dann Benzin mit 100 Oktan für neun Cent mehr als E10.
Was heißt das für die Autofahrer, die kein E10 wollen?
Sie finden überall Super E5 mit 95 Oktan und müssen drei Cent mehr je Liter bezahlen. Fahrzeuge, die 98 Oktan benötigen, müssen an einigen Stationen mit 100-Oktan-Benzin betankt werden, weil es 98 Oktan nicht überall geben wird.
Was sagt der ADAC dazu?
“Das ist so ok”, so Sprecher Andreas Hölzel. Der ADAC habe sich vor allem dagegen gewendet, dass die Mineralölkonzerne Superbenzin E5 mit 95 Oktan zunächst abschaffen wollten und der Preisabstand zu Super plus dann zu groß geworden wäre. Mit zwei oder drei Cent könne man leben. Der Automobilclub rät seinen Mitgliedern, E10 zu tanken, wenn das Fahrzeug den Sprit verträgt. Rund 90 Prozent der Autos lassen sich damit betanken. Die Mineralölfirmen erwarten, dass sich E10 langfristig als Standardsorte durchsetzt. (dpa)
Bis Ende des Jahres soll E10 in ganz Deutschland erhältlich sein – als preisgünstigste Benzinsorte
(Quelle: AutoServicePraxis) Update 4.7.2011
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Artikel vom 24.02.2011:
Viel Verwirrung herrscht derzeit hinsichtlich der Verträglichkeit des neuen E10 v.a. für ältere Fahrzeuge.
Nachfolgend finden Sie einige Erläuterungen zu E10.
Die aktuelle Liste der DAT GmbH zur E10 Verträglichkeit finden Sie hier zum Download
Was ist E10?
Der Bioethanolanteil im Benzin von bisher 5 % (bis Jahresende 2010) wird auf bis zu 10% angehoben. Daraus ergibt sich auch das Kürzel „E10“, bei dem „E“ für Ethanol und „10“ für den Anteil 10 % steht.
Was spricht für die Verwendung von E 10?
Die Beimischung von Ethanol zum Benzin hat 2 entscheidende Vorteile:
- Bioethanol wird aus Pflanzen, also regenerativen Quellen, gewonnen und reduziert damit den Ausstoß
des Klimagases CO2. - Durch die Verwendung von nachwachsenden Biokraftstoffen werden die Erdölreserven geschont.
Welche Voraussetzungen müssen Sie beachten?
Voraussetzung für die Verwendung des E10-Benzins ist allerdings die Tauglichkeit ihres Fahrzeugs: E10 vertragen nur Fahrzeuge die darauf ausgelegt sind. Alle für E10 nicht geeigneten Fahrzeuge müssen weiterhin mit dem bereits heute mit 5% Bioethanol beigemischten Kraftstoff betankt werden.
Sie müssen sich also vor dem ersten Betanken mit E10 vergewissern, dass Ihr Fahrzeug für den Einsatz dieses Kraftstoffs geeignet ist. Dazu stellen wir Ihnen die Liste der E10-verträglichen Fahrzeuge am Ende dieser Seite als kostenfreien Download zur Verfügung. Diese Liste enthält auch Servicenummern der Fahrzeughersteller, die Sie bei Fragen anrufen können.
Wie ist der Kraftstoff zu erkennen?
Sie erkennen den E10 Kraftstoff an der Bezeichnung „NormalE10“, „SuperE10“ oder „SuperPlusE10“ auf den Zapfpistolen bzw. den Zapfsäulen.
Quelle: DAT (www.dat.de)
